Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Die Offenheit für Selbst-Erfahrungen
(Teil 1) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Immer wenn wir Gefühle ausdrücken und uns von anderen Menschen verstanden fühlen, dann wird ein besonderes Teilsystem unserer Psyche aktiviert: das Selbst.

Das Selbst ist der Teil unseres ganzheitlichen, emotionalen Erfahrungsgedächtnisses, der sich auf die eigene Person bezieht – mit all unseren Bedürfnissen, Ängsten, Vorlieben, Werten, Fähigkeiten und bisherigen bedeutsamen positiven und negativen Erfahrungen.

Für die Funktionstüchtigkeit des Selbst ist ein Mindestmaß an innerer Sicherheit erforderlich. Damit ist das Vertrauen in die Fähigkeit gemeint, dass auch Situationen der Angst und des Schmerzes bewältigt werden können. Diese Fähigkeit, Gefühle jeglicher Art zuzulassen, ist die Grundlage aller Selbstfunktionen und auch für das ausgewogene Zusammenwirken der psychischen Teilsysteme.

Innere Sicherheit ist somit einerseits der Wegbereiter persönlicher Entwicklung und andererseits gewinnt sie an Kraft auf dem Weg der Selbstentwicklung.

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Motto-Ziele – Vom Wunsch zur Handlung

Selbstbestimmte und ausgewogene Lebensführung
(Teil 5) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Wie schaffe ich es, innere Hemmschwellen zu überwinden und meinen Wunsch Schritt für Schritt zu verwirklichen?

Entscheidend für die Ausgewogenheit, stimmige Entscheidungen zu treffen, ist die Selbstkompetenz – das aktive Gefühlsmanagement. Gefühle sind Bedürfnisschicksale. Es geht darum, unbewusste Bedürfnisse und bewusste Wünsche/Ziele in Einklang zu bringen – zu synchronisieren. Hier setzen Motto-Ziele an.

An der Bewertung von Absichten und an der Handlungssteuerung sind immer zwei Systeme beteiligt: Der logisch-planende Verstand (bewusst) und das somato-emotionale Erfahrungsgedächtnis (unbewusst).

Wenn man vor diesem Hintergrund die alljährlichen „guten Vorsätze“ betrachtet, wird deutlich: Der Grund für das häufige Scheitern der guten Absicht ist die mangelnde Synchronisierung von bewusster Verstandesbewertung und der Bewertung des Unbewussten. …

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Selbstentwicklung – Kraft aus sich selbst schöpfen

Selbstbestimmte und ausgewogene Lebensführung
(Teil 1) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Wie erlange ich mehr psychische Flexibilität und Handlungsmöglichkeiten, um auch in emotional belastenden Situationen Kraft aus mir selbst zu schöpfen?

Wenn Menschen professionelle Unterstützung suchen, dann werden häufig solche Anliegen bzw. Symptome („Problem-Erleben“) genannt:
– leide unter permanenter Anspannung und innerer Unruhe (Dauerstress)
– fühle mich ausgebrannt und funktioniere nur noch irgendwie
– habe ständig Kopfschmerzen und Verspannungen
– weiß nicht, was ich tun soll, kann keine klare Entscheidung treffen, es kann aber so nicht weitergehen.

Der Hypnotherapeut Milton H. Erickson bezeichnete solche Unstimmigkeiten als mangelnden Rapport mit sich selbst. Das Ziel ist, eine empathische und ressourcevolle Beziehung zu sich selbst aufzubauen, …