Selbstwahrnehmung und Kommunikation

Selbstwahrnehmung und Kommunikation

Die Offenheit für Selbst-Erfahrungen
(Teil 2) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Kommunikation ist das Kernelement menschlichen Miteinanders. Ob in der Partnerschaft, Familie, Clique oder in Unternehmen. Wir Menschen haben ein Grundbedürfnis nach Nähe und dem Aufbau von Beziehungen zu Mitmenschen. Und immer ist Kommunikation im Spiel.

Kommunikation ist mehr als nur ein Vorgang der Signalübertragung von einem Sender zu einem Empfänger und der Entschlüsselung von Botschaften auf allen Ebenen.

Leitfrage: Wie kann Kommunikation gelingen und zu erfüllteren Beziehungen beitragen? Und was hat das mit Selbstwahrnehmung zu tun?

Die berühmte Familientherapeutin Virginia Satir sagte: „Kommunikation ist für eine Beziehung, was der Atem für das Leben ist.“ Im Alltag kommen jedoch sowohl die Kommunikation als auch der Atem immer mal wieder ins Stocken.

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Die Offenheit für Selbst-Erfahrungen
(Teil 1) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Immer wenn wir Gefühle ausdrücken und uns von anderen Menschen verstanden fühlen, dann wird ein besonderes Teilsystem unserer Psyche aktiviert: das Selbst.

Das Selbst ist der Teil unseres ganzheitlichen, emotionalen Erfahrungsgedächtnisses, der sich auf die eigene Person bezieht – mit all unseren Bedürfnissen, Ängsten, Vorlieben, Werten, Fähigkeiten und bisherigen bedeutsamen positiven und negativen Erfahrungen.

Für die Funktionstüchtigkeit des Selbst ist ein Mindestmaß an innerer Sicherheit erforderlich. Damit ist das Vertrauen in die Fähigkeit gemeint, dass auch Situationen der Angst und des Schmerzes bewältigt werden können. Diese Fähigkeit, Gefühle jeglicher Art zuzulassen, ist die Grundlage aller Selbstfunktionen und auch für das ausgewogene Zusammenwirken der psychischen Teilsysteme.

Innere Sicherheit ist somit einerseits der Wegbereiter persönlicher Entwicklung und andererseits gewinnt sie an Kraft auf dem Weg der Selbstentwicklung.

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Selbstentwicklung in der Rubikon-Landschaft

Selbstbestimmte und ausgewogene Lebensführung
(Teil 6) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Manchmal erledigen sich persönliche Themen ganz von selbst. Manchmal muss man sich aufraffen und die nötigen Dinge anpacken. Doch es gibt auch die weniger klaren Fälle. Eigene Wünsche und Sehnsüchte, die sich im alltäglichen Rhythmus gewohnter Handlungen einfach nicht manifestieren wollen.
So wenig (be)greifbar, z.B. weil die Klarheit der Handlungsschritte fehlt oder irgendwie eine unsichtbare Barriere zwischen Hirn und Hand die Umsetzung sabotiert. Und Handeln kommt nun mal von Hand.

Wie bekomme ich innere Klarheit und entwickle die Entschlossenheit, beharrlich meinen Lebensweg zu gestalten und Handlungen auszuführen, die mich meinem Herzensziel näherbringen?

Im abschließenden Beitrag wird der Rubikon-Prozess nach dem Zürcher Ressourcen Modell skizziert, der sowohl die Persönlichkeit in ihrer Gesamtheit berücksichtigt als auch der alltäglichen Lebenspraxis gerecht wird. 

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Motto-Ziele – Vom Wunsch zur Handlung

Selbstbestimmte und ausgewogene Lebensführung
(Teil 5) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Wie schaffe ich es, innere Hemmschwellen zu überwinden und meinen Wunsch Schritt für Schritt zu verwirklichen?

Entscheidend für die Ausgewogenheit, stimmige Entscheidungen zu treffen, ist die Selbstkompetenz – das aktive Gefühlsmanagement. Gefühle sind Bedürfnisschicksale. Es geht darum, unbewusste Bedürfnisse und bewusste Wünsche/Ziele in Einklang zu bringen – zu synchronisieren. Hier setzen Motto-Ziele an.

An der Bewertung von Absichten und an der Handlungssteuerung sind immer zwei Systeme beteiligt: Der logisch-planende Verstand (bewusst) und das somato-emotionale Erfahrungsgedächtnis (unbewusst).

Wenn man vor diesem Hintergrund die alljährlichen „guten Vorsätze“ betrachtet, wird deutlich: Der Grund für das häufige Scheitern der guten Absicht ist die mangelnde Synchronisierung von bewusster Verstandesbewertung und der Bewertung des Unbewussten. …

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Innere Ressourcen und das Unbewusste

Selbstbestimmte und ausgewogene Lebensführung
(Teil 4) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Wie kann ich das Vertrauen in meine eigenen Stärken und Potenziale auf dem mit Herausforderungen gespickten Weg der Verwirklichung meiner Wünsche und Sehnsüchte fördern?

Unser Alltag besticht durch vielfältige Anforderungen in verschiedenen Lebensbereichen. Zumeist bewegen wir uns beruflich und privat in wiederkehrenden Situationen und Abläufen. In diesen bekannten Mustern haben wir es uns recht bequem eingerichtet – und funktionieren.

Psychisch wohl fühlen wir uns, wenn die Anforderungen und unsere individuellen Stärken optimal zueinander passen. Dann erleben wir Flow-Erlebnisse. Unsere Energie fließt, weil wir Zugang zu unserem Kraftpotenzial haben – unseren inneren Ressourcen. …

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Selbstwachstum ist Erfahrungslernen

Selbstbestimmte und ausgewogene Lebensführung
(Teil 3) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Welche Möglichkeiten der Gefühlsregulation kann ich bei Bedarf in Stress-Situationen anwenden und wie kann ich die Selbstbeeinflussung meiner Gefühlszustände trainieren?

Bedeutsame Erlebnisse, die uns emotional berühren, sind wichtige Stationen unseres Lebensweges. Sie bilden den Schatz des persönlichen emotionalen Erfahrungsgedächtnisses und somit unseres Selbst. Die Anlässe sind manchmal oder eher nicht selten beschwerlich, unangenehm und die Erfahrungen sogar schmerzlich.

In der Symbolik indianischen Ursprungs ist das Labyrinth ein Sinnbild für die Reise des Lebens. Die Abzweigungen stehen für die mannigfaltigen Möglichkeiten und Entscheidungen in unserem Leben, in dessen Verlauf unserer persönlichen Entwicklung wir bemüht sind, in die Mitte des Labyrinths zu gelangen.
Und was finden wir dort? Unseren Kern, unser Selbst, der Ort, wo wir hingehören. …

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Selbstregulation von Gefühlen

Selbstbestimmte und ausgewogene Lebensführung
(Teil 2) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Wie schaffe ich es, in emotional belastenden Situationen den Gegebenheiten meines Umfeldes und meiner typischen Reaktion darauf nicht ausgeliefert zu sein, sondern meine Gefühle so zu regulieren, dass ich selbststimmig entscheiden und zielgerichtet handeln kann?

Im Alltag zeigt sich die Fähigkeit zur Selbstregulation dadurch, dass es einer Person gelingt, Absichten zu bilden und auch umzusetzen, die auf den eigenen Bedürfnissen und Werten basieren und mit denen sie sich identifizieren kann. Die Herausforderung ist häufig, auch unter Stressbedingungen einen Zugang zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen herstellen zu können und „bei sich“ zu bleiben.

Die PSI-Theorie von Julius Kuhl erklärt wie anhaltender Stress bei Menschen eine negative Stimmungslage verursacht, die den Zugang zu den unbewussten Schätzen des persönlichen Erfahrungsgedächtnisses erschwert. Daher kommt der Selbstregulation von Gefühlen eine besondere Bedeutung zu.

Wie äußert sich das aber konkret, wenn jemand „psychisch zu einseitig“ unterwegs ist?

Selbstwahrnehmung und innere Sicherheit

Selbstentwicklung – Kraft aus sich selbst schöpfen

Selbstbestimmte und ausgewogene Lebensführung
(Teil 1) – Gastbeitrag von Sven Lehmkuhl

Wie erlange ich mehr psychische Flexibilität und Handlungsmöglichkeiten, um auch in emotional belastenden Situationen Kraft aus mir selbst zu schöpfen?

Wenn Menschen professionelle Unterstützung suchen, dann werden häufig solche Anliegen bzw. Symptome („Problem-Erleben“) genannt:
– leide unter permanenter Anspannung und innerer Unruhe (Dauerstress)
– fühle mich ausgebrannt und funktioniere nur noch irgendwie
– habe ständig Kopfschmerzen und Verspannungen
– weiß nicht, was ich tun soll, kann keine klare Entscheidung treffen, es kann aber so nicht weitergehen.

Der Hypnotherapeut Milton H. Erickson bezeichnete solche Unstimmigkeiten als mangelnden Rapport mit sich selbst. Das Ziel ist, eine empathische und ressourcevolle Beziehung zu sich selbst aufzubauen, …